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Handball-Neuigkeiten

Gespräch mit...

Hier werden in Zukunft Gespräche mit Persönlichkeiten aus dem Oldenburger Handballsport veröffentlicht werden.

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Exklusiv-Interview mit Angie Geschke

Hier geht es zum Gespräch mit Angie Geschke am Rande des Test-Länderspieles gegen Brasilien in Bremen. (PDF, 155KB)

Text: HPP 14.07.2012; Bilder: Hunteflammen

Ein Gespräch mit: Dem Mann mit der Fahne (in der Hand!)

Foto vom Mann mit der Fahne FAN-Club VfL Oldenburg

hfl: Wie zuletzt während der Fernsehübertragungen vom Final Four in Göppingen deutlich zu sehen, bist du der Mann mit der grün-weißen Fahne. Stellst du dich selbst vor?
Jürgen: Ja, sicher – mein Name ist Jürgen Schmidt und ich fühle mich dem VfL-Handball seit 1978 verbunden. Dabei war das reiner Zufall, bis dahin war ich Fußballfan. Ich bin zu einem Spiel der weiblichen A-Jugend um die Deutsche Meisterschaft gegen die Bajuwaren München in die Halle Haarenesch gegangen. Da spielte z.B. Rita Köster (heute Rita Forst) und die Mädels des VfL gewannen die Meisterschaft.
hfl: Und daraus wurde ein dauerndes Engagement?
Jürgen: Das kann man wohl sagen. Das lag aber auch an dem unvergessenen Robert Schumann. Als der mich zum wiederholten Mal bei den Zuschauern sah, sprach er mich an: Wer bist du? Was machst du? Wo bist du beschäftigt? Robert war nämlich immer auf der Suche nach Helfern und nach Sponsoren für seine Handballfrauen, die gerade den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hatten.
hfl: Du bist sozusagen in die Fänge von Robert Schumann geraten.
Jürgen: So kann man das sagen. Robert war VfL – und mir geht es genauso. Folgerichtig war ich seit 1982/83 in die Vorbereitung des heute so genannten „Robert-Schumann-Turniers“ eingebunden; u.a. habe ich mich darum bemüht, vernünftige Preise für unsere Tombola einzuwerben. Diese Tombola war nämlich ein nicht unwichtiger Bestandteil dieses anerkannten internationalen Turniers. Es waren noch andere Zeiten – unsere russischen Teilnehmerinnen waren z.B. hinter Kinderfahrrädern her, dabei mussten das nicht mal neue sein. Also haben wir Kinderfahrräder besorgt.
hfl: Verband dich neben dem Handball noch mehr mit Robert Schumann?
Jürgen: Wir sind echte Freunde geworden. Leider waren die letzten Jahre geprägt von der schweren Krankheit Roberts. Wir haben ihn bis zum letzten Tag begleitet – und mir sind die Bilder der letzten Tage und von einer aufopferungsvoll pflegenden Heike Schmidt unvergessen.
hfl: Es ist nicht zu übersehen, dass dich mit einer Reihe von Menschen im VfL Außergewöhnliches verbindet.
Jürgen: Na ja, meine Frau und ich haben uns immer wieder um Spielerinnen gekümmert, die eine besondere Zuwendung, einfach einen Halt brauchten. Da waren z.B. die ausländischen Spielerinnen, die neben ihrem Sport keine Kontakte hatten. Mit denen sind wir dann z.B. an die Nordsee zum Fisch-Essen gefahren. Oder ich habe mich bemüht, Steine aus dem Weg des beruflichen Werdeganges von Spielerinnen zu räumen. Oder wir haben den Mädchen geholfen, die nicht wussten, wie sie ihr Leben in die richtige Bahn kriegen sollten. Manchmal sind da regelrecht Beziehungen wie zwischen Vater und Tochter entstanden.
hfl: Bis vor einiger Zeit hat man dich im Einsatz um die 2. Damen-Mannschaft gesehen.
Jürgen: Das stimmt. Die Finanzierung der 2. Mannschaft stand vor langer Zeit auf der Kippe. So haben wir über 45 Kleinsponsoren an Land gezogen und ich habe die Kasse auf eine vernünftige Basis gestellt. Übrigens war Struppi (Vivian Eickhoff; d.R.) die gute Seele der 2. Mannschaft und hat mit dazu beigetragen, dass alles so in gute, gesicherte Bahnen kam. Die Kasse habe ich dann etwa 9 Jahre lang gemacht.
hfl: Nun zurück zur grün-weißen Fahne, die hat doch sicher auch eine Geschichte.
Jürgen: Ja sicher. Die ist 2002 entstanden. Das letzte Spiel der Saison fand in Minden statt. Hier war der legendäre Löffelmann Trainer. Der VfL musste gewinnen, sonst war der Abstieg besiegelt. Also haben wir 2 Fanbusse organisiert und ich habe mich um eine Fahne gekümmert, um die sich dann die Fans scharen konnten. So haben wir die verblüfften Spielerinnen in Minden empfangen, und dann haben wir die Sporthalle akustisch eingenommen.
hfl: Hat sich euer Einsatz denn ausgezahlt?
Jürgen: Der VfL hat etwas glücklich mit einem Tor gewonnen und blieb in der Bundesliga. Für die Rückfahrt haben die VfL-Damen die Fahne übrigens erbeten. Zu Hause bekamen wir sie mit der Unterschrift aller Spielerinnen zurück. Inzwischen hat die Fahne schon viele Hallen gesehen und sie hat weite Reisen hinter sich. Sie müffelt schon ein wenig und müsste eigentlich gewaschen werden; aber das geht nicht, dann wären ja die vielen Unterschriften verloren.
hfl: Dein Einsatz und der Einsatz deiner Frau sind schon beeindruckend. Jetzt seid ihr beide im Fanclub Hunteflammen engagiert?
Jürgen: Wir können es eben nicht lassen – und der Fanclub will ja etwas für den Damen-Handball in Oldenburg tun. Das ist echt im Geiste Robert Schumanns. Außerdem bekommt man auch etwas zurück. Als ich vor 8 Jahren schwer erkrankte, bekam ich morgens, mittags und abends Besuch, und zwar u.a. von unserem Präsidenten, Günther Bredehorn, von Helga Schumann und von den Spielerinnen. Die hatten sich abgesprochen, wer wann geht, damit möglichst immer jemand da war. Um den Besuch der vielen Mädchen haben mich sogar die Ärzte beneidet und meinten, dann müssten sie sich ja auch ordentlich Mühe geben.
hfl: Jürgen, vielen Dank für dieses Gespräch.

Text und Foto: HPP 10.05.2012